Fackeln im Wind

Veröffentlicht: Juni 19, 2010 von Big CHB in Sport, TV
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Bushido-Face Unser aller Lieblingsrapper und Gangsterboss Bushido hat sich ja unlängst schon in „seriösen“ Fernsehtalkshows wie Maybritt Illner, Johnnes B. Kerner oder Mutti´s Krabbeltalk ins Gespräch gebracht. Denn unser aller Bundesgangster scheint nicht so blöd zu sein, wie ihn schmalspurige Politiker gerne hätten. Ob das seine teilweise doch sehr bedenklichen Texte nicht doch im Nachhinein noch verschlimmert sei mal dahingestellt.

Der neue WM Song des „Grauens der Vorstadt-Spießer“, den er zusammen mit Kay One veröffentlicht, trifft aber genau meinen Geschmack. Normalerweise stehe ich gar nicht auf Gangsterrap oder diese vor Arroganz triefende Coolness, die manche „Gangsterrapper“ ausstrahlen, doch der Text und Intention des WM Songs „Fackeln im Wind“ finde ich durchaus sehr ansprechend.

Er und sein Kumpel Kay One fordert uns darin auf die Deutschen Fahnen rauszuholen, die Mannschaft anzufeuern, sogar dass sich Deutschland zusammenraufen solle und wie ein Mann die Mannschaft in Südafrika nach vorne peitschen sollte.

Diese Tatsache finde ich faszinierend und richtig: Fußball kann vereinen. Jeder hält zu unserer Mannschaft: egal ob Hamburger oder Münchner, Immigrant oder Alteingesessener – jeder fiebert mit den Jungs, die den Adler auf der Brust tragen. Genau das liebe ich besonders an einer WM: Deutschland erlaubt sich endlich mal sich selbst als eine Einheit zu sehen und sich zu feiern. Ohne die bösen Nazi-Hintergedanken, die sonst immer mitschwingen.

Ich denke der Song von Bushido drückt das sehr gut aus. Unsere Jungs hören diesen Songs übrigens als Motivation direkt vor dem Einlauf ins Stadion.

Was mich gleichzeitig aber etwas wütend macht ist die Medienlandschaft Deutschlands: Allen voran unser Selbstdarsteller vor dem Herrn: Mr von und zu Eitel Reinhold Beckmann. Wie sehr er seinen Experten Mehmet Scholl immer dazu drängen wollte schlechtes über unsere Nationelf zu sagen, hatte fast schon Komik-Charakter. Damit stimmt er in viele Schlagzeilen ein: Nach dem Spiel gegen Australien gab es einen Aufschrei und eine Euphorie, dass man denken könnte wir hätten schon irgendetwas gewonnen. Na klar war es ein super Spiel und die Jungs machten Spaß. Aber man kann es auch übertreiben.

Selbiges geschah jetzt nach dem Serbien-Spiel, nur andersrum: Jetzt sind wir schon „entzaubert“, geschlagen und wir können schon heimfahren. Herr Beckmann wollte ein miserables Spiel gesehen haben. Gott sei Dank hatte er einen wunderbaren Mehmet Scholl an seiner Seite, der alles sachlich relativierte.

Ich als Fan würde mir wünschen, dass nicht alles so hochgekocht wird. Das Spiel gegen Serbien war nicht so schlecht, wie es viele machen. Wir hätten gewinnen müssen.

Noch etwas am Rande: Wer findet eigentlich Reinhold gut? Arroganz im Fernsehen hat halt mehrere Namen: einer davon ist Reinhold Beckmann.

Beckmann

Unsere Mannschaft hat Charakter gezeigt und unsere Leistung ist immer noch sehr hoch einzuschätzen. Nur Spanier und Argentinier müssen wir fürchten.
Naja auch, dass Reinhold Beckmann das Endspiel kommentieren darf, darf gefürchtet werden.

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