Chey Darko: Reflexion

Veröffentlicht: Juni 20, 2010 von cheydarko in reflecting Darko
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ACHTUNG: Satire & mehr

Menschen sind seltsame Wesen. Unser Gehirn ist Fluch und Segen zugleich: Es gibt uns die Möglichkeit komplexe und äußerst schwierige Aufgaben zu lösen, wie z.B. ein Auto zu lenken, Wasserstoffbomben zu bauen oder auch einfach mal ordentlich zu kacken. Auf der anderen Seite verpflichtet es uns zu reflektieren – außer man ist glücklicher Träger eines intelligenzresistenten und sauerstoffarmen Denkapparates. Um diese Verzweigung, sprich den Mehraufwand für den Autor, aus dem Weg zu gehen(ich werde hier schließlich auch nicht bezahlt), nehmen wir einfach an, dass alle Kaulquappengehirne, die sich selbst als RTL 2 Zuschauer bezeichnen, nicht existent wären.
Tief einatmen.  ihhhhhhhhh   Und ausatmen.   aaaaaahh
Ist das nicht ein herrliches Gefühl? Endlich gibt es keine Idioten mehr auf dieser Welt. Und schlagartig würde die Anzahl der Amokläufe sinken. Und das überfüllte Deutschland wäre mit den nun 2 verbliebenen Einwohnern auch nicht mehr so überbesiedelt.

Alle, die unser Gedankenexperiment überlebt haben, können sich nun auch zu den „Reflektoren“ zählen. Und nein, ich meine nicht diese Dinger, die am Fahrrad angebracht sind.
Jeder, der seine grauen Zellen halbwegs benützt, kommt des Öfteren in seinem Leben an einem Punkt, an dem man inne hält. Man muss zurück blicken und rausfinden wer man eigentlich ist. Wo man steht. Was einen ausmacht. Und als man dieses Martyrium endlich hinter sich gebracht hat, fährt das Organ namens Gehirn erst seine großen Geschütze auf: Es fragt dich, wie es weitergehen soll. Bei diesen unangenehmen Fragen, schlechter Software und hässlichem Aussehen kann das rosa-rote Höllenteil nicht von Apple designed worden sein. Denn wenn es von Apple wäre, wäre das Gehirn hinter Glas und in schwarz oder weiß erhältlich. Außerdem könnte es seit neuestem Face Time. Nein, der Beelzebub himself muss unter den göttlichen Konstruktionsplänen des Menschen auf dem Bauplan des Gehirns ein oder zwei Veränderungen vorgenommen haben. In der Mittagspause des Herrn hat sich der Kleene ins Construction Center im Himmel geschlichen und seine teuflischen Veränderungen im Plan eingetragen. Got sei Dank – im wahrsten Sinne des Wortes – hat unser aller Vater noch bemerkt, dass der Antichrist den Frauen auch noch die Brüste rauben wollte! Zum Glück hat die Lichtgestalt(nein, nicht Beckenbauer!) diesen Fehler noch während des Produktionsprozesses bemerkt und behoben.

„Denn da ist keine Stelle, die du nicht siehst. Du musst dein Leben ändern.“

Diese berühmten Sätze von Rilkes Apollo haben viele Leben berührt und geändert. Nur bei Anblick einer Statue verspürte Rilke den Drang etwas ändern zu müssen.
Vor allem durch diese neue Mediengesellschaft werden wir in Richtungen gedrängt: Wir sind umgeben von makellosen Körpern, die alle erfolgreich durch Büros hetzen und von New York nach Frankfurt jetten. Man muss jung, gutaussehend und erfolgreich sein. Doch wer ist das schon alles?

„Du musst dein Leben ändern.“

Noch viel wichtiger: Macht es überhaupt glücklich?
Wir dürfen uns nicht in Schubladen stecken oder in Richtungen drängen lassen. Wir müssen unseren eigenen Weg zum Glück finden.

Das geht nur durch Reflexion.

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