TV Kolumne: Comedy Central

Veröffentlicht: Juni 29, 2010 von Big CHB in TV
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TV Kolumne

Ich bin noch immer arbeitssuchend. Ja, das ist scheiße. Und ich bin ein Nachtmensch. Das war ich meiner Ansicht nach schon immer. Schon als ich klein war, habe ich mit Freunden in den Sommerferien die Nacht zum Tage gemacht. Auch in der Pubertät war „durchmachen“ in den Schulferien nichts besonderes. Das hat sich gehalten. Ich mag die Nacht. Was ergibt die Kombination von beiden Tatsachen? Genau: 1. Jede Menge Probleme mit den Eltern und 2. sucht man sich für die Nacht eine Beschäftigung(ja, ich schlafe auch in der Nacht, bin nicht jede Nacht lange wach).
Was macht man nun? Vor einem Jahr bzw. einigen Monaten hätte ich Teile der Nacht mit online-zocken verbracht. Ich hätte mit einigen Leuten per Internet Xbox 360 gespielt und jede Menge Spaß gehabt. Da aber auch hinter Online Profilen echte Menschen stehen und Menschen einen grundsätzlich enttäuschen, hat sich diese Sachlage verändert. So nun könnte man die Nächte mit schlafen verbringen, was ich auch durchaus mal mache. Aber irgendwie zieht es mich immer in die Nacht. Da ich großer Fan von Videospielen bin und noch einige Offline-Games habe, ist dieses Hobby vorerst in die Bresche gesprungen. Aber auch das hielt nicht lange. Wer jetzt denkt, dass ich jede Nacht bis fünf oder sechs Uhr auf bin, der irrt.
Am Ende habe ich den lieben Fernseher eingeschaltet und festgestellt, dass das Nachtprogramm noch schlechter als das vom Tag ist. Ja, ich weiß: Kaum zu glauben aber wahr!
Da den Blog hier nur wenige Leute lesen und mich alle Leser persönlich kennen sollten, sollte bekannt sein, dass ich Fan von TV Serien bin. Ob LOST, Frasier, 24, Firefly, Akte X, Angel, Sledge Hammer, Sopranos, MacGyver oder Futurama: Meine DVD Sammlung ist recht breit gefächert und für einen armen Studenten/Arbeitssuchenden  sehr kostspielig.
Vor langer Zeit fiel mir daher COMEDY CENTRAL auf.

Derzeit teilt sich Comedy Central eine Frequenz mit Nick – bis 20 Uhr sendet Nick Kinderprogramm und dann startet Comedy Central. Das Programm des Spartensenders besteht zum großen Teil, wie der Name schon sagt, aus Comedy-Serien. Das ist teilweise sehr hochklassige aber immer alte und abgeschlossene Formate(bis auf ein paar Ausnahmen). Ein Beispiel: Derzeit läuft am Abend eine Folge Friends und danach zwei Folgen Frasier, gefolgt von South Park oder Seinfeld. Diese Serien sollten eigentlich jedem ein Begriff sein, falls nicht: Schämt euch! Das sind alles Auswüchse moderner Popkultur, Meilensteine und sehr witzig. Teilweise zumindest(kann ja nicht jede Folge gleich witzig sein).  Auf Comedy Central trifft man derzeit nur wenige Serien an, die sich zum Bedauern der Zuschauer schnell wiederholen. Ein Beispiel: In den letzten drei Tagen habe ich insgesamt 6 Folgen Seinfeld gesehen. Jedoch immer die 2 selben. Warum CC diese Folgen andauernd und in seltsamer Reihenfolge wiederholt ist mir schleierhaft. Vor Allem scheint dahinter kein System zu stecken und sie machen das nicht bei allen Serien. Seltsam! Ein Auszug des Programms:

Friends: Es geht dabei um 6 Freunde in New York, die viele witzige Abenteuer erleben. Vor Allem die ersten Staffeln sehr sehenswert. Die letzten 2 – 3 Staffeln sind fast schon wie eine Soap – der Fokus liegt dann auf den Liebesgeschichten. Ich denke jeder kennt Friends.

Frasier: Ein Spin-Off der sehr berühmten(schon wegen der Titelmelodie) Comedy Serie Cheers. Der aus eben jener Serie bekannte Nebencharakter Frasier Crane zieht nach seiner Scheidung nach Seattle um. Dort erhält der Psychologe eine eigene Radioshow. Vor Allem der Stil und die Komik der Serie machten sie berühmt und einzigartig. Die Serie spielt in der Oberschicht. Ich mag sie sehr. Unbedingt mal ansehen!

Seinfeld: Ein Meilenstein! Die meiner Meinung nach witzigste TV Serie überhaupt. Ich denke jeder hat schon mal von ihr gehört oder was gesehen. Die letzte Folge Seinfeld legte halb Amerika lahm. Im Gegensatz zum Rest der Serie ist diese jedoch sehr schwach. Ich schau mir diese Serie trotz ihres Alter noch immer sehr, sehr gerne an.

Hotel Babylon: Eine Fernsehproduktion der englischen BBC. Eine der wenigen Serien, die nicht „alt“ ist, noch immer produziert wird und kein reines Comedy-Format hat. Viel mehr handelt es sic hierbei um eine Dramaserie. Anfangs fand ich sie etwas seltsam, weil sie ein besonderes Flair versprüht. Es geht um das fünf Sterne Hotel Babylon und seine Angestellten, insbesondere um den Hotelmanager Charly. Wer sich auf die Serie einlässt und über die glanzlose und arme Optik hinwegsehen kann wird eine facettenreiche und kurzweilige Unterhaltung vorfinden. Nicht kaufens- aber kuckenswert.

Meine wilden Töchter: Eine typische amerikanische Comedy-Serie. Es geht um die Familie Hennessy und vor allem um die beiden Töchter Bridget und Kerry. Kurzzeitige Berühmtheit erlangte die Serie durch einen tragischen Todesfall: der durchaus auch in Deutschland bekannte und sympathische Schauspieler John Ritter erlitt während der Proben zu einer Episode einen Herzinfarkt. Er verstarb daraufhin. Der Tod des Schauspielers, der den Vater der Familie verkörperte(und wichtiger Bestandteil der Serie war), wurde in die Serie eingebaut. Diese Folgen waren stilvoll und sehr traurig. Nach dem Tod des Vaters wurden die beiden Figuren T.J.(David Spade – z.B. Rules of Engagement) und der Vater der Mutter der Serie hinzugefügt. Alles in Allem finde ich die Serie überraschend gut, unterhaltsam und kurzweilig. Nichts besonderes – aber keinesfalls schlecht.

South Park: Das ist eine legendäre Zeichentrickserie, die durch sehr derben Humor und schrägen, teilweise brillanten, Ideen besticht. Dürfte eigentlich jeder kennen. Ein Meilenstein(in allen Richtungen) des Fernsehens.

Family Guy: Eine amerikanische Zeichentrickserie, die durch satirischem und hintergründigem Humor zum Mitlachen einlädt. Auch hier sollte jedes Wort meinerseits ein verschwendetes sein. Sollte, nein MUSS, jeder kennen. Sehr empfehlenswert(vor Allem auf ENGLISCH!!!).

King of the Hill: Eine alte amerikanische Zeichentrickserie von den Erfindern von Beavis und Butthead. Es geht dabei um eine weiße Vorstadtfamilie in den USA. Diese Serie ist der gedankliche(und tricktechnische) Vorläufer von South Park und Family Guy. Läuft ab dem 3. Juli auf Comedy Central.

NightWash: Auch dieses Format dürfte bekannt sein. Hier bekommen Nachwuchs-Comedians die Chance Fernsehauftritte zu absolvieren. Ist meistens sehr lustig und viel zu kurz. Ich persönlich finde den Moderator und Erfinder des Formates Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser sehr sympathisch, elegant und souverän. Er sollte die Chance auf größeres bekommen. Ich denke, dass NightWash Comedy Central berühmt gemacht hat. Seit Ende 2009 hat es wieder den Sender gewechselt, sodass auf CC nur alte Folgen laufen.

Comedy Central hat durchaus interessante Unterhaltung zu bieten. Durch die alten Formate und die ständigen Wiederholungen werden jedoch viele potentielle Zuschauer abgeschreckt.
Ich mag den Nieschensender. Wer auf Comedy Serien steht kann durchaus einen Blick riskieren.

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Kommentare
  1. realshape sagt:

    Sehr gut geschriebene Kolumne. gefällt mir. Von Comedy Central bin ich auch begeistert.

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