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WM: Eine Rückschau oder warum einer kein Superheld ist

Veröffentlicht: Juli 14, 2010 von Big CHB in Persönliches, Sport, TV
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REVIEW

Was war das wieder für ein Fest. Einen Monat lang war unser ganzes Land positiv eingestellt alle haben miteinander gefeiert(wie ich schon mal hier erwähnt habe) und wir alle waren in einem Rausch: Einem Fußballfieber.
Unsere Jungs haben gespielt wie von einem anderen Stern. Keiner hat es vor dem Turnier für möglich gehalten. Doch unsere Jungs waren spielerisch (fast) allen Mannschaften überlegen. Und einer ist der Superheld unserer Heldentruppe: Jogi Löw wird für seine Mannschaftszusammenstellung gefeiert.

Die Gruppenspiele liefen meiner Meinung nach sehr ordentlich. Ich denke zu dem Spiel gegen Australien muss man nicht viel sagen – das war einfach großartig. Mir wurde dann nach dem zweiten Spiel zu viel „schwarz gesehen“ – wir waren zu zehnt gegen elf Serben, die alle in Top Mannschaften spielen, die klar bessere Mannschaft. Wir hätten gewinnen müssen. Unsere Jungs hatten gegen die so stark eingeschätzten Serben klar die Oberhand.
Unsere junge Mannschaft zeigte dann im Spiel gegen Ghana nerven und machte kein gutes Spiel. Das entscheidende im professionellem Fussball ist aber nicht das WIE, sondern nur das Ergebnis. Nebenbei bemerkt  ist das eine Tatsache, die ich nicht für richtig und gut halte. Aber am Ende des Tages muss man gewinnen um bei einer WM weiter zu kommen. Egal wie. Und wenn man Weltmeister werden will, muss man solche „Zitterpartien“ wie gegen Ghana gewinnen. Und das haben wir.

Danach begann der eigentliche Traum. Danach wurde es unheimlich. Danach wurde es großartig!
Wir mussten gegen England ran. Und ich hatte große Angst. Die vor der WM für den Titel hoch favorisierten Engländer hatten im bisherigen Turnierverlauf keine guten Leistungen gezeigt. Dennoch bestand diese Mannschaft aus einer Ansammlung an Weltklassespielern, die einem vernünftigem Fußballfan einfach Angst machen muss. Ich persönlich hatte die große Befürchtung, dass der Knoten der „Queen-Verehrer“ gegen uns platzen würde. Doch weit gefehlt: Unsere Jungs waren klar besser. Ganz klar. Unsere Offensivabteilung und unsere zwei „Sechser“, sowie Arne Friedrich spielten ein sehr gutes Match, nur Per Meteracker wackelte gewaltig. Dass die Angelsachsen nicht über 90 Minuten zu beherrschen waren, hatte ich erwartet. Am Ende besiegten wir einen unserer Erzrivalen mit einem überragendem 4:1. Für mich war das wie ein Traum: Ich fiebere immer sehr stark mit der Mannschaft mit und das war eindeutig eine grandiose Leistung gewesen. Fabulös! So eine spielerische Klasse war ich von einer deutschen Nationalmannschaft nicht gewohnt. Und jetzt musste man im Viertelfinale gegen Argentinien – wie 2006.
Ich denke auch über dieses Spiel hat man vieles gelesen und gehört, deswegen muss ich dazu nicht mehr viel schreiben. Aber das war schlichtweg die beste Leistung, die ich von einer deutschen Nationalmannschaft gesehen habe. Eine defensive Meisterleistung – allen voran der Weltklasseinnenverteidiger Arne Friedrich(die größte Überraschung) und der Mann für alles: Basti Fantasti – Schweinsteiger(Wer war nochmal dieser Deisler?). Und nach vorne spielten wir einen überragenden Fußball, der nur durch Fehler von Lukas Podolski getrübt wurde. Diese Generation von Fußballern kann mit dem Ball umgehen, ist sehr flexibel und diszipliniert. Argentinien war chancenlos und verlor zurecht(!!) 4:0.

Jetzt konnte Spanien kommen. Bei dem Gesamteindruck der deutschen Mannschaft und den überragenden Leistung gegen den Titelfavoriten Argentinien musste man niemanden fürchten. Leider lief es anders. Wir standen tief, haben die Spanier spielen lassen und verloren völlig verdient. Dass es anders geht und wir anders können haben wir gegen Uruguay gezeigt. Das bringt mich zu einer These, die mich zu der Überschrift verleitet hat.

Spanien und (Super-)Held(en)

Held Jogi & Superheld Schweinsteiger

Der gefeierte Super-Held Joachim „Jogi“ Löw und sein sagenumwobenes Trainerteam hat uns Argentinien mit einer perfekten Taktik mit-gewonnen und uns ganz sicher Spanien verloren. Warum? Sehen wir uns die Spiele und Aussagen an …
In einer Pressekonferenz vor dem Spanienspiel offenbarte Löw, dass Spanien mit schnellen Spielzügen zu knacken sei.
Wenn wir uns die Spiele gegen England und Argentinien ansehen und es mit dem Spanien-Spiel vergleichen, werden wir feststellen, dass wir „viel weiter hinten stehen“. Klose steht meistens sogar in unserer Hälfte! Das gewohnte offensive Pressing blieb gegen Spanien fast ganz auf der Strecke – sie wurden erst nach der Mittellinie attackiert.
Ich denke Löw wollte geschickt verschieben und die Räume so zustellen, dass die Spanier ihr gefährliches Passspiel nicht entfalten konnten. Bei Ballgewinn sollten die Spieler sehr schnell nach vorne spielen und möglichst schnell zum Abschluss kommen.
Meiner, zugegeben fachlich nicht konkurrenzfähigen, Meinung nach, ist das der völlig falsche Ansatz. Spanien muss man den Ball nehmen, mit „fairer“ Härte entgegentreten – sprich man braucht Zweikampfstärke und am besten versucht man den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Denn wenn Iniesta oder Xavi den Ball haben, wird es früher oder später den tödlichen Pass geben. Das einfachste das zu verhindern ist natürlich, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Und ich meine damit wirklich auch Ball halten, nicht schnelles Aufbauspiel – lieber abwarten und den Fehler provozieren.
Wir haben völlig anders gespielt als in allen anderen Spielen zuvor und das war natürlich Absicht. Deswegen hat die Taktik ihren Teil zu unserer Niederlage beigetragen. Noch etwas nebenbei: Warum Löw für die Mannschaftszusammenstellung so gefeiert wird, ist mir auch etwas schleierhaft. Er hat diese Spieler nicht ausgebildet und andere deutsche Spieler haben sich nicht aufgedrängt. Durch die Verletzungen im Vorfeld hat sich die Mannschaft quasi von alleine aufgestellt. Und vielversprechende Leute wie Marin oder Kroos hat er auch meistens auf der Bank Platz nehmen lassen.
Aber versteht mich nicht falsch: Löw ist wohl ein großartiger Trainer. Er hat(natürlich in Verbindung mit den amerikanischen Fitnessexperten) die Mannschaft zum Punkt hin Fit gemacht, er formte aus diesen Spielern ein echtes Team. Außerdem schafft er es Spieler wie Klose und Podolski so aufzubauen, dass sie wieder in Topform sind. Das ist eine Meisterleistung! Sein Taktikverständnis sind über jeden Zweifel erhaben(wenn ich mal vom Spanien Spiel absehe).

Der Superheld schlechthin ist eindeutig Bastian Schweinsteiger. Er hat die Übersicht, er hat die Zweikampfstärke, er kann die Pässe spielen, er motiviert alle, er ist die Autoritätsperson in der Mannschaft, er hat die Erfahrung(80 Länderspiele, Champions League, Meisterschaften, etc.) – kurzum er ist ziemlich komplett. Er hat alles was ein moderner Spieler auf seiner Position braucht. Er lenkte unser Spiel. Schweinsteiger ist definitiv Weltklasse, wenn nicht der beste defensive Mittelfeldspieler der Welt – Van Gaal hat es möglich gemacht.

Fazit: Es war eine grandiose WM aus deutscher Sicht. Wir haben den schönsten Fussball gespielt. Wir lieben diese Mannschaft. Und sie wird uns noch einen Titel bescheren, da bin ich mir sicher.

PS: Löw muss bleiben!

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WM: Hot damn Shit!

Veröffentlicht: Juli 4, 2010 von Big CHB in Persönliches, Sport, TV

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Was für ein Spiel! Was für ein Spiel? Gegen England. Gegen Argentinien!
Es muss mir hier an dieser Stelle erlaubt sein es sagen zu dürfen: Scheiße Jungs, was für ein Match!

Du bist einer der 82 Millionen Bundestrainer und tippst auf ein knappes Spiel – auf mindestens ein Gegentor. Du denkst, dass du Ahnung hast.
Doch die Jungs degradieren dich zu einem Stammtischphilosophen und bescheren dir ein Spiel, das du nicht für möglich gehalten hast. Gestern gegen Argentinien hat so gut wie alles gepasst. Jedoch will ich hier vorrangig nicht über das großartige Spiel sprechen, sondern über die Nebeneffekte und Tatsachen neben dem Spielfeld. Denn diese sind oft nicht sehr bekannt und sind meiner Meinung nach das Salz in der Suppe.

Als erstes sollte man die Phillip Lahm Stiftung nennen, die in Südafrika in Soweto(South Western Townships; dort leben die vielen Armen) Fussballplätze gebaut und Vereine gegründet hat, damit die Kinder sich von ihrem Alltag ablenken können. Den Kindern und Jugendlichen wird dabei in den Vereinen auch etwas Bildung vermittelt  und sie werden betreut. Ein großes Anliegen ist dabei die AIDS-Aufklärung.

Die deutsche Fussball-Nationalmannschaft hat zu den drei Vorrundenspielen insgesamt 900 Kinder aus verschiedenen Townships zu ihren Spielen eingeladen. Dabei wurden sie abgeholt, wurden mit Essen & Trinken versorgt, betreut und auch wieder nach Hause gebracht. Diese Aktion war keine offizielle vom DFB – sie wurde direkt von den Spielern beschlossen(vornehmlich im Spielerrat) und finanziert. Dass um diese Aktion nicht der große Medienhype gemacht wurde zeigt, dass es dabei wirklich um die Sache ging: den Menschen in Südafrika etwas von dem herzlichen Empfang und der Gastfreundschaft zurückgeben. Natürlich haben die Jungs viel Geld und können sich so etwas locker leisten. Dennoch ist es eine herausragende Idee und zeigt auch, dass sie über den Tellerrand blicken können. Ich glaube es gibt ansonsten keine Nationalmannschaft, die so eine Aktion gemacht hat.

Doch der wichtigste Punkt ist einer, der große Auswirkung auf unser Land hat. Derzeit ist ganz Deutschland wieder losgelöst: Es herrscht überall gute Stimmung, jeder ist optimistisch, jeder freut sich, jeder ist gut drauf. Man ist stolz auf seine Mannschaft. Man ist stolz auf sein Land.
Was diese Mannschaft zusätzlich an Integrationsarbeit leistet ist kaum in Worte zu fassen. Durch die multikulturellen Wurzeln der Spieler fühlen sich viele deutsche mit Migrationshintergrund(hässlicher Audruck!) angesprochen und können sich mit dieser Mannschaft identifizieren. Deutsch-Türken kämpfen Seite an Seite mit Polen-Deutsche und mit Deutsch-Tunesiern. Diese Mannschaft zeigt in einer genialen Weise, dass sie alle für unser Land spielen. Dass sie hier aufgewachsen sind und dass sie gern für Deutschland – für uns alle – spielen. Sie zeigen mit einer Selbstverständlichkeit wie eine moderne Gesellschaft auszusehen hat. Das hat den Effekt, dass sich deutsche und solche mit Mitgrationshintergrund zum ersten Mal als echte Einheit verstehen. Das ist wunderbar! Es zeigt auch, dass unsere ausländischen Freunde in die Gesellschaft WOLLEN. Wo die Politik bislang immer versagt hatte, ist der Fußball in die Bresche gesprungen und hat es repariert – denn wir alle sind Deutschland – egal ob man Khedira, Özil, Podolski oder Friedrich heißt. Alle sind gleich. Ich hoffe das bleibt auch nach der WM so.

Das Spiel gegen England war HOT – das gegen Argentinien war DAMN HOT. Aber die „Nebeneffekte“ der Stimmung und Integration machen diese WM, diese Mannschaft, zum HOT DAMN SHIT

TV Kolumne: Comedy Central

Veröffentlicht: Juni 29, 2010 von Big CHB in TV
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TV Kolumne

Ich bin noch immer arbeitssuchend. Ja, das ist scheiße. Und ich bin ein Nachtmensch. Das war ich meiner Ansicht nach schon immer. Schon als ich klein war, habe ich mit Freunden in den Sommerferien die Nacht zum Tage gemacht. Auch in der Pubertät war „durchmachen“ in den Schulferien nichts besonderes. Das hat sich gehalten. Ich mag die Nacht. Was ergibt die Kombination von beiden Tatsachen? Genau: 1. Jede Menge Probleme mit den Eltern und 2. sucht man sich für die Nacht eine Beschäftigung(ja, ich schlafe auch in der Nacht, bin nicht jede Nacht lange wach).
Was macht man nun? Vor einem Jahr bzw. einigen Monaten hätte ich Teile der Nacht mit online-zocken verbracht. Ich hätte mit einigen Leuten per Internet Xbox 360 gespielt und jede Menge Spaß gehabt. Da aber auch hinter Online Profilen echte Menschen stehen und Menschen einen grundsätzlich enttäuschen, hat sich diese Sachlage verändert. So nun könnte man die Nächte mit schlafen verbringen, was ich auch durchaus mal mache. Aber irgendwie zieht es mich immer in die Nacht. Da ich großer Fan von Videospielen bin und noch einige Offline-Games habe, ist dieses Hobby vorerst in die Bresche gesprungen. Aber auch das hielt nicht lange. Wer jetzt denkt, dass ich jede Nacht bis fünf oder sechs Uhr auf bin, der irrt.
Am Ende habe ich den lieben Fernseher eingeschaltet und festgestellt, dass das Nachtprogramm noch schlechter als das vom Tag ist. Ja, ich weiß: Kaum zu glauben aber wahr!
Da den Blog hier nur wenige Leute lesen und mich alle Leser persönlich kennen sollten, sollte bekannt sein, dass ich Fan von TV Serien bin. Ob LOST, Frasier, 24, Firefly, Akte X, Angel, Sledge Hammer, Sopranos, MacGyver oder Futurama: Meine DVD Sammlung ist recht breit gefächert und für einen armen Studenten/Arbeitssuchenden  sehr kostspielig.
Vor langer Zeit fiel mir daher COMEDY CENTRAL auf.

Derzeit teilt sich Comedy Central eine Frequenz mit Nick – bis 20 Uhr sendet Nick Kinderprogramm und dann startet Comedy Central. Das Programm des Spartensenders besteht zum großen Teil, wie der Name schon sagt, aus Comedy-Serien. Das ist teilweise sehr hochklassige aber immer alte und abgeschlossene Formate(bis auf ein paar Ausnahmen). Ein Beispiel: Derzeit läuft am Abend eine Folge Friends und danach zwei Folgen Frasier, gefolgt von South Park oder Seinfeld. Diese Serien sollten eigentlich jedem ein Begriff sein, falls nicht: Schämt euch! Das sind alles Auswüchse moderner Popkultur, Meilensteine und sehr witzig. Teilweise zumindest(kann ja nicht jede Folge gleich witzig sein).  Auf Comedy Central trifft man derzeit nur wenige Serien an, die sich zum Bedauern der Zuschauer schnell wiederholen. Ein Beispiel: In den letzten drei Tagen habe ich insgesamt 6 Folgen Seinfeld gesehen. Jedoch immer die 2 selben. Warum CC diese Folgen andauernd und in seltsamer Reihenfolge wiederholt ist mir schleierhaft. Vor Allem scheint dahinter kein System zu stecken und sie machen das nicht bei allen Serien. Seltsam! Ein Auszug des Programms:

Friends: Es geht dabei um 6 Freunde in New York, die viele witzige Abenteuer erleben. Vor Allem die ersten Staffeln sehr sehenswert. Die letzten 2 – 3 Staffeln sind fast schon wie eine Soap – der Fokus liegt dann auf den Liebesgeschichten. Ich denke jeder kennt Friends.

Frasier: Ein Spin-Off der sehr berühmten(schon wegen der Titelmelodie) Comedy Serie Cheers. Der aus eben jener Serie bekannte Nebencharakter Frasier Crane zieht nach seiner Scheidung nach Seattle um. Dort erhält der Psychologe eine eigene Radioshow. Vor Allem der Stil und die Komik der Serie machten sie berühmt und einzigartig. Die Serie spielt in der Oberschicht. Ich mag sie sehr. Unbedingt mal ansehen!

Seinfeld: Ein Meilenstein! Die meiner Meinung nach witzigste TV Serie überhaupt. Ich denke jeder hat schon mal von ihr gehört oder was gesehen. Die letzte Folge Seinfeld legte halb Amerika lahm. Im Gegensatz zum Rest der Serie ist diese jedoch sehr schwach. Ich schau mir diese Serie trotz ihres Alter noch immer sehr, sehr gerne an.

Hotel Babylon: Eine Fernsehproduktion der englischen BBC. Eine der wenigen Serien, die nicht „alt“ ist, noch immer produziert wird und kein reines Comedy-Format hat. Viel mehr handelt es sic hierbei um eine Dramaserie. Anfangs fand ich sie etwas seltsam, weil sie ein besonderes Flair versprüht. Es geht um das fünf Sterne Hotel Babylon und seine Angestellten, insbesondere um den Hotelmanager Charly. Wer sich auf die Serie einlässt und über die glanzlose und arme Optik hinwegsehen kann wird eine facettenreiche und kurzweilige Unterhaltung vorfinden. Nicht kaufens- aber kuckenswert.

Meine wilden Töchter: Eine typische amerikanische Comedy-Serie. Es geht um die Familie Hennessy und vor allem um die beiden Töchter Bridget und Kerry. Kurzzeitige Berühmtheit erlangte die Serie durch einen tragischen Todesfall: der durchaus auch in Deutschland bekannte und sympathische Schauspieler John Ritter erlitt während der Proben zu einer Episode einen Herzinfarkt. Er verstarb daraufhin. Der Tod des Schauspielers, der den Vater der Familie verkörperte(und wichtiger Bestandteil der Serie war), wurde in die Serie eingebaut. Diese Folgen waren stilvoll und sehr traurig. Nach dem Tod des Vaters wurden die beiden Figuren T.J.(David Spade – z.B. Rules of Engagement) und der Vater der Mutter der Serie hinzugefügt. Alles in Allem finde ich die Serie überraschend gut, unterhaltsam und kurzweilig. Nichts besonderes – aber keinesfalls schlecht.

South Park: Das ist eine legendäre Zeichentrickserie, die durch sehr derben Humor und schrägen, teilweise brillanten, Ideen besticht. Dürfte eigentlich jeder kennen. Ein Meilenstein(in allen Richtungen) des Fernsehens.

Family Guy: Eine amerikanische Zeichentrickserie, die durch satirischem und hintergründigem Humor zum Mitlachen einlädt. Auch hier sollte jedes Wort meinerseits ein verschwendetes sein. Sollte, nein MUSS, jeder kennen. Sehr empfehlenswert(vor Allem auf ENGLISCH!!!).

King of the Hill: Eine alte amerikanische Zeichentrickserie von den Erfindern von Beavis und Butthead. Es geht dabei um eine weiße Vorstadtfamilie in den USA. Diese Serie ist der gedankliche(und tricktechnische) Vorläufer von South Park und Family Guy. Läuft ab dem 3. Juli auf Comedy Central.

NightWash: Auch dieses Format dürfte bekannt sein. Hier bekommen Nachwuchs-Comedians die Chance Fernsehauftritte zu absolvieren. Ist meistens sehr lustig und viel zu kurz. Ich persönlich finde den Moderator und Erfinder des Formates Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser sehr sympathisch, elegant und souverän. Er sollte die Chance auf größeres bekommen. Ich denke, dass NightWash Comedy Central berühmt gemacht hat. Seit Ende 2009 hat es wieder den Sender gewechselt, sodass auf CC nur alte Folgen laufen.

Comedy Central hat durchaus interessante Unterhaltung zu bieten. Durch die alten Formate und die ständigen Wiederholungen werden jedoch viele potentielle Zuschauer abgeschreckt.
Ich mag den Nieschensender. Wer auf Comedy Serien steht kann durchaus einen Blick riskieren.

TV Kolumne: Einstieg & WM Special

Veröffentlicht: Juni 24, 2010 von Big CHB in Sport, TV
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TV Kolumne

Was ist nur geschehen?

Der berühmte TV-Kritiker und Satiriker Oliver Kalkofe hat kürzlich ein Buch mit dem schönen Titel „Geschafft! Wir sind blöd“ veröffentlicht. Im Stile Kalkofes, der mir das hoffentlich nachsieht, wird hier über das aktuelle und nostalgische TV-Geschehen geschrieben. Seinen derben Stil finde ich für vieles was man im Fernsehen sieht passend, sowie witzig.
Anders als er(naja im Buch macht er das am Ende auch) habe ich mir vorgenommen auf die guten Aspekte und vor allem auf die guten und spannenden Sendungen einzugehen. Vielleicht kann ich ja sogar manche Leute dazu anregen Serien zu sehen. Denn ich finde, dass gute TV Serien eine unterschätzte Kunstform darstellt. Uns Zuschauer über einen langen Zeitraum sinnvoll zu unterhalten ist schwierig und anspruchsvoll.

Heute möchte ich mich aus gegebenem Anlass auf die WM Übertragungen stürzen und euch eine Entscheidungshilfe und Kritik zugleich bieten. Achja, ich habe mich spontan dazu entschlossen euch zu Duzen – ich hoffe, dass sich niemand auf den Schlips getreten fühlt!
Ich bitte euch jedoch zu beachten, dass ich das Folgende spontan aus dem Kopf schreibe. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Also das wird ein CorssOver mit der Sport-Rubrik….  Sportbanner rein:

sport

Die Übertragung der öffentlich-rechtlichen Sender
ARD

Die ARD ist in gewohnter Aufstellung angetreten: Scholl & Beckmann, sowie Delling & Netzer. Beide Teams haben große Namen im Sportjournalismus – Beckmann kommentierte schon mehrere Finali und Delling ist schon eine gefühlte Ewigkeit der Moderator von Spielen der Nationalmannschaft. Ihre Experten können sich ebenfalls sehen lassen: Der fachlich äußerst kompetente und sehr sympathische Mehmet Scholl, der obendrein auch immer für einen lockeren Spruch gut ist, ist ein Garant für fachlich anspruchvolles – dennoch leicht zugängliches – und unterhaltenden Sportfernsehen. Er kann auch komplexe Sachverhalte entwirren und verständlich darlegen. Scholl hat immer eine eigene Meinung und lässt sich diese nicht ausreden. Das ist ein Experte wie ich mir ihn wünsche!
Der Moderator an seiner Seite hat mit ihm jedoch nur eines gemeinsam: Er hat auch eine eigene Meinung. Im Gegensatz zu Scholl will Beckman jedoch jedem seine Meinung aufdrücken und sich in den Vordergrund spielen. Reinhold Beckmann hat unlängst in seiner Talkshow bewiesen, dass er sich am Liebsten selbst darstellt und sich in den Vordergrund stellt. Durch seine Art bekommt man das Gefühl, dass er nur seine Meinung als wichtig erachtet. Ich weiß nicht wer in der ARD auf die Idee kommt immer noch an ihm festzuhalten und ich weiß nicht welche Zuschauer ihn mögen – ich kann es nicht verstehen.
Delling und Netzer sind im Gegensatz zu Scholl & Beckmann immer für die „Hauptspiele“ zuständig. Netzer ist fachlich nicht ganz so hoch einzuschätzen wie Scholl – er weiß aber natürlich dennoch von was er spricht. Mir ist er oft ein wenig zu skeptisch. Dennoch finde ich, dass man zu diesen Beiden nicht mehr viel sagen muss. Jeder kennt sie und man mag sie oder eben nicht. Ich persönlich finde das Zusammenspiel der Zwei äußerst unterhaltsam und produktiv – sprich sachlich und mit Verstand. Und für mich macht das eine gute Fussballsendung aus.
Die Kommentatoren der ARD bestehen aus Steffen Simon, Tom Bartels, Gerd Gottlob. Diese Kommentatorenriege ist altbekannt und bei den meisten geschätzt. Meines Erachtens sind die fachlichen(Fussball) Qualitäten von Tom Bartels sehr zweifelhaft und die von Steffen Simon sind nicht immer aller erster Güte.  Bartels hat sich vielleicht zu lange mit Skispringen beschäftigt.
Ansonsten gehören noch diverse Reporter(Claus Lufen, Valeska Homburg, Wolfgang Nadvornik, Franziska von Almsick, etc.), der „Regelexperte“ Helmut Krug und die Südafrika Expertin Motsi Mabuse zum Team. Gerade die Reportagen sind auf gewohntem sehr hohem Niveau. Dabei sind sie meist weniger boulevardesk als die Gegenbeispiele von RTL. Krug macht als Regelexperte eine sehr gute Figur – weil er eben ruhig und sachlich bleibt und seine Position nicht überbewertet.
Die ARD bietet ihre Spiele kostenlos in HD an, sodass jeder der entsprechende Empfänger und Fernseher hat, in den Genuss von hochauflösendem Fussball kommen kann.
Alles in Allem bietet die ARD ein sehr gutes WM Erlebnis.

Die restlichen Sender (ZDF, RTL, SKY) folgen!

Fackeln im Wind

Veröffentlicht: Juni 19, 2010 von Big CHB in Sport, TV
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Bushido-Face Unser aller Lieblingsrapper und Gangsterboss Bushido hat sich ja unlängst schon in „seriösen“ Fernsehtalkshows wie Maybritt Illner, Johnnes B. Kerner oder Mutti´s Krabbeltalk ins Gespräch gebracht. Denn unser aller Bundesgangster scheint nicht so blöd zu sein, wie ihn schmalspurige Politiker gerne hätten. Ob das seine teilweise doch sehr bedenklichen Texte nicht doch im Nachhinein noch verschlimmert sei mal dahingestellt.

Der neue WM Song des „Grauens der Vorstadt-Spießer“, den er zusammen mit Kay One veröffentlicht, trifft aber genau meinen Geschmack. Normalerweise stehe ich gar nicht auf Gangsterrap oder diese vor Arroganz triefende Coolness, die manche „Gangsterrapper“ ausstrahlen, doch der Text und Intention des WM Songs „Fackeln im Wind“ finde ich durchaus sehr ansprechend.

Er und sein Kumpel Kay One fordert uns darin auf die Deutschen Fahnen rauszuholen, die Mannschaft anzufeuern, sogar dass sich Deutschland zusammenraufen solle und wie ein Mann die Mannschaft in Südafrika nach vorne peitschen sollte.

Diese Tatsache finde ich faszinierend und richtig: Fußball kann vereinen. Jeder hält zu unserer Mannschaft: egal ob Hamburger oder Münchner, Immigrant oder Alteingesessener – jeder fiebert mit den Jungs, die den Adler auf der Brust tragen. Genau das liebe ich besonders an einer WM: Deutschland erlaubt sich endlich mal sich selbst als eine Einheit zu sehen und sich zu feiern. Ohne die bösen Nazi-Hintergedanken, die sonst immer mitschwingen.

Ich denke der Song von Bushido drückt das sehr gut aus. Unsere Jungs hören diesen Songs übrigens als Motivation direkt vor dem Einlauf ins Stadion.

Was mich gleichzeitig aber etwas wütend macht ist die Medienlandschaft Deutschlands: Allen voran unser Selbstdarsteller vor dem Herrn: Mr von und zu Eitel Reinhold Beckmann. Wie sehr er seinen Experten Mehmet Scholl immer dazu drängen wollte schlechtes über unsere Nationelf zu sagen, hatte fast schon Komik-Charakter. Damit stimmt er in viele Schlagzeilen ein: Nach dem Spiel gegen Australien gab es einen Aufschrei und eine Euphorie, dass man denken könnte wir hätten schon irgendetwas gewonnen. Na klar war es ein super Spiel und die Jungs machten Spaß. Aber man kann es auch übertreiben.

Selbiges geschah jetzt nach dem Serbien-Spiel, nur andersrum: Jetzt sind wir schon „entzaubert“, geschlagen und wir können schon heimfahren. Herr Beckmann wollte ein miserables Spiel gesehen haben. Gott sei Dank hatte er einen wunderbaren Mehmet Scholl an seiner Seite, der alles sachlich relativierte.

Ich als Fan würde mir wünschen, dass nicht alles so hochgekocht wird. Das Spiel gegen Serbien war nicht so schlecht, wie es viele machen. Wir hätten gewinnen müssen.

Noch etwas am Rande: Wer findet eigentlich Reinhold gut? Arroganz im Fernsehen hat halt mehrere Namen: einer davon ist Reinhold Beckmann.

Beckmann

Unsere Mannschaft hat Charakter gezeigt und unsere Leistung ist immer noch sehr hoch einzuschätzen. Nur Spanier und Argentinier müssen wir fürchten.
Naja auch, dass Reinhold Beckmann das Endspiel kommentieren darf, darf gefürchtet werden.